Wettergedanken

Dienstag, 20. März 2018

Der März und die Krankheiten

Es ist doch jedes Jahr das Gleiche ... mitte März überkommt mich immer eine ganz unerträgliche Ungeduld. Ich mag einfach nicht mehr. Weder die ewigen Erkältungen, von denen sich keiner zu erholen scheint und die ständig im Kreis herumgegeben werden, noch dieses verdammte Wetter. Schnee. Schon wieder Schnee. Und saukalt. Wer braucht schon Schnee und Saukalt an einem 20. März? Morgen ist Frühlingsanfang! Und wenn ich mir die Vorhersage anschaue, kommt mir das kalte Grausen. Schnee an Ostern!!!! Ja, ich weiß, die Kids haben an einigen Osterfesten die Eier im Schnee gesucht. Brauchen tut das trotzdem keiner.

Ich möchte am liebsten rausgehen und den Schnee anschreien, dass er sich endlich nach Sibirien oder an den Nordpol verziehen soll. Ich kriege so richtig Schlechte-Laune-Anfälle. Erst kommt er monatelang nicht und wir haben Fönwetter und 16° an Weihnachten, und dann will er nicht mehr gehen. Unerträglich.

Ich habe mich den ganzen Winter hindurch gesundheitstechnisch gut geschlagen. Aber jetzt hat es mich auch erwischt. Schnupfen, Husten, alles hängt fest, nix will raus oder weg und eigentlich fühle ich mich die ganze Zeit nur sch***. Die Kinder kränkeln auch vor sich hin. Kaum sind sie wieder halbwegs auf dem Damm, geht schon wieder was los. Ewig muss man Kinderbetreuung organisieren oder selbst nicht in die Arbeit gehen, alles geht drunter und drüber. Ich glaube wir hatten kaum eine Woche in letzter Zeit, wo alles normal lief. Das ist so verdammt anstrengend, kostet so viel Kraft und Nerven und macht überhaupt keinen Spaß.

Ich möchte auch so gerne wieder laufen gehen (aber bitte nicht im Fitnessstudio auf'm Laufband). Raus an die Luft, in den Wald, Sonne tanken, Wärme tanken. SEHNSUCHT!!!!!!

Liebes Universum, ich wünsche mir Frühling!

Samstag, 3. März 2018

Winterstarre

IMG_13891

Nach einer Woche extremer Kälte war es heute morgen vergleichsweise heiß. Das Thermometer meldete -2 Grad und ich hatte das Gefühl, ich müsse meinen Wintermantel von mir werfen. Nur im Bus hatte sich noch die Kälte der letzten Tage festgesetzt, da ist es gleich gar nicht warm geworden und gezogen hat es noch dazu. Ich habe meinen Wintermantel wieder angezogen und gut zugemacht.

Eigentlich mag ich kalte Winter. Dieses Klirren der Luft, wenn man aus der Wohnung nach draußen tritt. Diese Starre der Welt, alles ist festgefroren, nichts kann sich rühren. Nur der Wind ist noch in Bewegung, schneidet wie japanische Messer in die Wangen. Man meint, jeder kleinste Feuchtigkeitstropfen an der Nase friert sofort fest und stellt den Beginn eines Eiszapfens dar. Mütze allein reicht nicht, die Kapuze muss unbedingt auch noch drüber. Die Schönheit der Natur ist umwerfend. Ich liebe zugefrorene Seen, vor allem, wenn das Eis glasklar ist und man bis in die Tiefe hinunterschauen kann. Eingefrorenes Schilf, Stöckchen, Gräser und Blubberblasen irgendwo eingeschlossen im ewigen Eis. Besonders schön finde ich Eiszapfen. Wind und Wasser haben bizarre Formen geschaffen, über und über vereiste Bänke an Seeufern, surreale Formen überziehen die wassernahen Äste von Büschen und Bäumen. Wunderschön.

Allerdings gibt es da auch noch die andere Seite: Nie sonst überkommt mich so sehr das Bedürfnis nach Winterschlaf. Ich will einfach im Bett bleiben und mich nicht rühren müssen. Ich beneide Bären und Igel und anderes Getier, das sich einfach in eine Höhle verkriechen kann und nicht funktionieren muss. Der Mensch muss funktionieren. Zum Einen ist er nicht für den Winterschlaf gebaut, zum anderen kommen Schule, Arbeit, all diese Dinge nicht zum Stehen, nur weil es draußen kalt ist. Heutzutage müssen wir der Kälte trotzen. Und so quälen wir uns in eine dreifache Schicht von Klamotten und gehen hinaus, nur um festzustellen, dass die vom Mensch erschaffene Welt der Kälte nicht gewachsen ist. Mein Auto hat sofort gestreikt. Batterie zu schwach (inzwischen habe ich eine neue - es geht wieder). Die S-Bahn wollte anfangs nicht mehr. Weichen festgefroren, Oberleitungen vom Triebwagen mitgenommen, überall stecken Menschen im Chaos fest und es geht nix vorwärts und nichts zurück. Sogar die U-Bahn verzeichnet Zugausfälle, weil die Depots im Freien sind und die Kälte für allerlei Probleme sorgt.

Mir selbst - so kommt es mir bisweilen vor - friert bei solchem Wetter das Hirn ein. Ich kann gar nicht mehr gescheit denken, ich kann nur noch denken, ich will weg hier. Weg hier. Raus aus diesem schneidenden Wind, dieser Kälte. Alles so unangenehm. (Nein, ich werde nie ein Bewohner Sibiriens werden).

Da meine ich immer, dass wir doch das Recht haben sollten, bei solchen Temperaturen nicht funktionieren zu müssen. Einfach daheim bleiben zu dürfen und die Natur machen zu lassen, das würde ich mir wünschen.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Befreit

Seit der Schnee weg ist, kann ich wieder atmen. Es ist verrückt, aber ich finde Schnee beklemmend. Vor allem, wenn es so viel ist, überall Berge davon, die Gehsteige sind begrenzt, man kommt nicht mehr runter. (Dieser Fakt wird mit Kinderwagen natürlich noch verstärkt), man kann nirgends parken, laufen ist schwierig.... Es war wie ein Befreiungsschlag, als endlich Tauwetter einsetzte, der Schnee langsam zerronn, wegronn, verschwand und mir wieder Luft zum Atmen gab. Es kam mir fast so vor als würde ich unter dem Schnee begraben liegen und könnte nicht atmen. Mir graut vor dem nächsten Schub.

Samstag, 24. Februar 2007

Gänseblümchen

Ist das Leben nicht schön? So bei Sonnenschein und 15 Grad mitten im Februar? Überall blühen Krokusse, Schneeglöckchen und sogar Gänseblümchen habe ich schon entdeckt. Kleine weiße Gänseblümchen, mitten auf der Wiese. Die trauen sich was. Ich hoffe nur, dass sie nicht doch noch eine Ladung Schnee abbekommen.

Dienstag, 23. Januar 2007

Freude am Schnee?

Nein, man kann es nicht Freude nennen, was ich heute Morgen nach einem Blick aus dem Fenster empfunden habe. Ich mag Schnee nicht besonders gerne. Es ist mir zu kalt und irgendwie liegt das Leben lahm.

Gut, wenn genug davon liegt, also ein bisschen mehr als heute, dann schaut es schön aus. Leuchtend weiße Felder und Bäume, die in der Sonne glitzern sind durchaus bewundernswert. Wenn aber noch das matte Grün der Wiesen oder das dreckige Braun der Felder hindurchschimmert... nein, nicht mein Ding.

Woran ich allerdings eine große Freude hatte, war die Tatsache, dass ich nicht mit dem Auto bis irgendwohin an das Ende von Nirgendwo zum Arbeiten fahren musste. Kein früheres Aufstehen, kein Hetzen, kein eher Wegfahren.
Nichts dergleichen. Die Erinnerungen an den letzten Winter, der mir so viele Nerven und so viel Zeit geraubt hat, sind noch sehr lebending. Alles passé. Der Schnee kann fallen wann und so viel er will, es ist mir einfach egal. Das hat mich mit einer Genugtuung erfüllt, wie ich sie schon lange
nicht mehr erlebt habe. Lasst es schneien!

Donnerstag, 10. August 2006

Raindrops are falling on my head...

"Irgendwie", sage ich, als wir am Dienstagabend zum Brunnenhof wandern, "irgendwie kommt's dahinten etwas schwarz."
Open Air im Brunnenhof. Willy Astor spielt sein "Sound of Island" Programm.
"Die spinnen ja", brummt mein Begleiter als wir feststellen, dass die ganze Musikanlage tatsächlich draußen aufgebaut ist und nicht im Herkulessaal. "Ein Blinder kann sehen, dass es gleich regnet."
Nun, Wasser gehört bekanntlich zur Natur von Inseln, vielleicht ist es gar nicht so fehl am Platz. Das passende Ambiente sozusagen.
Willy Astor tritt auf, macht ein paar Witze über das Wetter und verspricht, dass da nix runter kommt. Und wenn, dann höchstens ein Schauer. Die versammelte Zuhörermannschaft schaut skeptisch gen Himmel und legt schon mal die Regenschirme bereit.
Er spielt. Seine wunderschönen, melancholischen Gitarrenklänge erfüllen den Brunnenhof, versuchen uns zu verzaubern. Aber wir sind abgelenkt. Von der dicken schwarzen Wolke, die sich über uns schiebt.
"Raindrops are falling on my head...." klingt es mir sarkastisch durch den Kopf, trotz Gitarre von Willy.
Regenschirme ploppen nach oben, einer nach dem anderen. Ein buntes wogendes Meer von Regenschirmen. Von der Bühne ist nicht mehr viel zu sehen.
"Bitte Leute", sagt Willy, "lasst doch die Regenschirme zu, wenn's irgendwie geht."
Nix gibt's. Da kommt's nass von oben. Aber wie. Mein Begleiter und ich drücken uns unter unsere Miniaturausführung von Regenschirm. Er wird rechts patschnass, ich links. Und von vorne kommen Sound of Island Klänge. Schön. Ein leises Prasseln über meinem Kopf untermalt - nein, übermalt - die Musik. Inselfeeling. Isle of Skye, Harris, Lewis, Schottland, Regen. Ich kann mich nicht auf die Musik konzentrieren.
Pause.
Die Besucher flüchten unter die Torbögen, suchen ein wenig Trockenheit. Einige gehen. Die meisten bleiben. Viele granteln. Andere nehmen es stoisch.
Kapier das mal einer. Wo es doch einen Saal gibt. Trocken, warm.
"Ich erklär's nochmal", sagt Willy nach der Pause. Er macht schon fast einen verzweifelten Eindruck. "Wir mussten heute um halb zwei entscheiden, wo wir spielen."
Jaja, um halb zwei, da hat die Sonne geschienen. Ich erinnere mich an meinen Biergartenbesuch.
"Ein Blick ins Internet hätte gereicht", sagt mein Begleiter und sein Gesichtsausdruck lässt darauf schließen, dass ihm seine rechte nasse Seite gar nicht behagt.
Wir stehen jetzt eng an die Wand gedrückt, das ist ein halbwegs trockener Platz. Nur die Nasenspitze, der zu dicke Bauch und die Zehen kriegen ein wenig Wasser ab.
Willy würde uns vor lauter Dank, dass wir nicht heim gegangen sind, am liebsten die Füße küssen. Sagt er.
Und dann spielt er wieder. So halbwegs im Trockenen kann ich das auch genießen. Ich liebe seine Sound of Island Musik. Sie ist genial.
Willy macht Show, Stimmung kommt nur etwas unterkühlt auf.
Und endlich hört es auf zu regnen. Ein Schirm nach dem anderen verschwindet, freie Sicht nach vorn. Juhu. Auf Willys Gesicht breitet sich im Laufe der nächsten halben Stunde ein immer größeres Lächeln aus. Er ist sichtlich erleichtert. Und spielt, für uns, seine regentreuen Anhänger, fast eine Stunde länger.
Mit kalter rechter, bzw. linker Seite gehen wir nach Hause, aber unser Herz ist musikerfüllt und wir sind glücklich.

--

Ich jogge durch den Wald, im Kopf entsteht der obige Text. Ein Rauschen in den Bäumen holt mich aus meinen tiefsinnigen Gedanken.
"What the heck....???", murmle ich und schaue mich um. Ach ja. Raindrops are falling on my head....

Sonntag, 18. Juni 2006

Schlag

Heute in der Früh, als es eigentlich noch dunkel war und nur ein paar ganz eifrige Vögel schon gezwitschert haben, da hat es einen Schlag getan, der nicht von dieser Welt schien. Es hat so gekracht, dass ich bis ins Mark erschrocken bin. Es klang erst ein bisschen wie Donner, aber dann so gar nicht nach Donner, viel, viel lauter als das, was ich jemals als Donner gehört habe. Kein Grummeln davor, kein Grummeln danach. Nichts. Nur ein Schlag. Ich habe wirklich überlegt, ob das irgendwas anderes hätte sein können, eine gigantische Explosion oder was weiß ich. Aber man hörte nichts, keine Feuerwehr, keine Polizei... das hat mich beruhigt. Schlafen konnte ich erst mal nicht mehr, habe nur nach draußen gelauscht. Erst kam ein wenig Wind, dann ein wenig Regen, dann war alles wieder still.

Ich wurde an eine Gewitternacht in meiner Kindheit erinnert, wo das Gewitter so ungefähr über unser Haus gezogen ist, da hat es auch ziemlich geknallt draußen. Mein Vater stand bei uns am Stockbett, eine Hand bei mir, eine Hand bei meiner Schwester, damit wir uns nicht zu sehr fürchten. Das Rollo war ganz und total zu, so dass möglichst wenig von den unheimlichen Blitzen zu sehen war.

Das waren fü rmich die lautesten Schläge, die ich gehört habe. Bis heute.

Dienstag, 21. März 2006

Ein Hauch von Lila

Ein Hauch von Lila hat mich heute in unserem Hof überrascht. Bei genauem Hinsehen stellte sich heraus, dass zwei kleine Krokusse es gewagt haben, ihre Blüten in die Sonne zu strecken. Das erste Anzeichen von Frühling. Mir war nach Frühlingstanz.

Donnerstag, 9. März 2006

Winterfotos

Ich habe meine ganz persönlichen Eindrücke von unserem tollen Schneechaos einmal auf einer Webseite fotographisch zusammen gefasst. Hier der Link:
http://yvseitz.gmxhome.de/winter06.html
Have a look and enjoy!

Samstag, 4. März 2006

Schneechaos

Endlich bin ich wieder daheim. Und nicht komplett im Schnee versunken. Das allerdings war nicht so einfach. Wir wollten heute zu meinem kranken Opa fahren, ihn noch einmal besuchen, bis er sich in eine andere Daseinsform verwandelt und nicht mehr auf dieser Erde weilt. Das war allerdings nicht so leicht. Wir wollten mit dem Auto fahren, um einigermaßen unabhängig von den restlichen Verwandten agieren zu können. Aber das haben wir uns nach zwei Blicken aus dem Fenster und ins Internet schnell anders überlegt. Also Zug. Wir schwante schon entsetzliches, aber zu unser aller Erstaunen fuhr der Zug völlig pünktlich. (Was ist denn hier los? Sonst macht die DB die irrsinnigsten Verspätungen auch ohne Schnee). Ich bin nur froh, dass wir uns gegen das Auto Fahren entschieden haben (das übrigens vor allem wegen meiner Schwester, die in vier Tagen Entbindungstermin hat - und dann irgendwo in einer Schneewehe stecken ist vielleich nicht so passend). Auch Günzburg ist völlig im Schnee versunken. Abends war es dann so schlimm, dass wir den Berg von Reisenburg kaum mehr hinauf gekommen sind. Und der Zug auf der Heimfahrt? Total pünktlich. Allerdings musste ich in München noch mein Auto ausgraben, das war unter 20 cm. Neuschnee verschwunden. Ich wollte heute noch weiter, zu meiner besseren Hälfte, die schon bei seinen Eltern verweilt, aber das habe ich mir dann anders überlegt. Ich bleibe daheim und fahre dann morgen. Falls das möglich sein sollte. Wenn nicht, dann nicht.
Die Mengen an Schnee, die hier runter kommen, sind echt gigantisch. So viel habe ich den ganzen Winter nicht gesehen und ich habe viel davon gesehen. Wann hört das endlich auf???

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